Ungarisch lernen für Auswanderer: Wie viel Ungarisch braucht man wirklich?

Wer sich mit dem Thema Ungarisch lernen für Auswanderer beschäftigt, stößt schnell auf sehr unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen, ohne Ungarisch gehe in Ungarn kaum etwas, andere leben seit Jahren im Land und kommen mit wenigen Sprachkenntnissen zurecht.

Ich kann diese Frage aus eigener Erfahrung betrachten: Ich bin selbst nach Ungarn gekommen, ohne Ungarisch zu sprechen. Und tatsächlich funktioniert zunächst überraschend viel auch ohne die Sprache. Wie gut das klappt, hängt allerdings stark davon ab, wo man lebt, mit welchen Menschen man zu tun hat und wie selbstständig man seinen Alltag gestalten möchte.

Wie mein eigener Start verlief und welche anderen Fragen dabei eine Rolle spielen, beschreibe ich ausführlicher in meinem Ratgeber Auswandern nach Ungarn.

Mit der Zeit merkt man jedoch, dass schon einige Wörter und einfache Sätze vieles erleichtern können. Deshalb geht es in diesem Ratgeber nicht darum, perfekt Ungarisch zu sprechen, sondern um die wesentlich praktischere Frage: Wie viel Ungarisch braucht man als Auswanderer im Alltag wirklich?

Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Urlaub in Ungarn und einem dauerhaften Leben im Land. Beim Einkaufen im Supermarkt kommt man ohne große Sprachkenntnisse zurecht. Schwieriger kann es werden, wenn der Handwerker am Telefon wissen möchte, was kaputt ist, der Nachbar etwas erklären will oder man bei einer Behörde eine konkrete Frage hat.

In diesem Ratgeber möchte ich deshalb keine Sprachprüfung vorbereiten. Es geht um eine viel praktischere Frage: Wie viel Ungarisch brauchen Auswanderer im Alltag wirklich – und wann lohnt es sich, Ungarisch zu lernen?


Kann man in Ungarn leben, ohne Ungarisch zu sprechen?

Die kurze Antwort lautet: Ja, grundsätzlich ist das möglich.

Die etwas längere und aus meiner Sicht wichtigere Antwort lautet: Je länger man in Ungarn lebt und je unabhängiger man sein möchte, desto wertvoller werden Ungarischkenntnisse.

Ich habe selbst erlebt, dass man auch ohne Ungarischkenntnisse erstaunlich weit kommen kann. Das gilt besonders dann, wenn man in einer Region lebt, in der Deutsch häufiger gesprochen wird, oder bereits Kontakte zu deutschsprachigen Menschen und Dienstleistern hat.

Auch der Wohnort macht einen erheblichen Unterschied.

In Budapest, größeren Städten, touristisch geprägten Regionen und Universitätsstädten sind die Möglichkeiten andere als in einem kleinen Dorf abseits der touristischen Zentren.

Wer beispielsweise nur einen deutschsprachigen Immobilienmakler, einen deutschsprachigen Anwalt und einige deutschsprachige Bekannte benötigt, kann den Eindruck bekommen, Ungarisch sei überhaupt nicht notwendig.

Der normale Alltag besteht aber aus mehr.

Irgendwann braucht man vielleicht einen Handwerker. Man möchte mit dem Nachbarn reden. Im kleinen Geschäft gibt es eine Frage. Ein Paket wird zugestellt. Man muss einen Termin vereinbaren oder benötigt eine Auskunft von der Gemeinde.

Spätestens dann merkt man, wie hilfreich schon relativ einfache Ungarischkenntnisse sein können.

Deshalb würde ich niemandem sagen: Du musst zuerst Ungarisch lernen und kannst erst danach nach Ungarn ziehen.

Genauso wenig würde ich behaupten: In Ungarn braucht man kein Ungarisch.

Beides entspricht meiner Erfahrung nach nicht der Realität.


Wo kommt man mit Deutsch oder Englisch weiter?

Auch hier gibt es keine pauschale Antwort für ganz Ungarn.

Deutsch in Ungarn

Deutsch kann in manchen Regionen erstaunlich hilfreich sein.

Das gilt beispielsweise für Teile Westungarns sowie für Regionen mit einer deutschsprachigen beziehungsweise donausschwäbischen Tradition. Auch in Südungarn gibt es Orte, in denen man immer wieder Menschen trifft, die Deutsch sprechen.

Dazu kommen Bereiche, die stark mit deutschsprachigen Kunden zu tun haben. Beispiele sind Tourismus, Immobilien und bestimmte Dienstleistungen.

Ich selbst habe anfangs auch davon profitiert, in einem zweisprachig geprägten Dorf zu leben. Dadurch waren manche sprachlichen Probleme wesentlich kleiner, als sie an einem anderen Wohnort möglicherweise gewesen wären.

Darauf verlassen sollte man sich trotzdem nicht.

Dass in einem Ort deutschsprachige Menschen leben oder die deutsche Minderheit eine lange Tradition besitzt, bedeutet nicht automatisch, dass jeder Einwohner Deutsch spricht.

Englisch in Ungarn

Mit Englisch sieht es ähnlich aus.

In Budapest, Pécs und anderen größeren beziehungsweise universitären Städten hat man insbesondere bei jüngeren Menschen gute Chancen, sich auf Englisch verständigen zu können. In Hotels, im Tourismus, bei internationalen Unternehmen und entsprechenden Dienstleistungen ist Englisch ebenfalls verbreitet.

Auf dem Land kann die Situation völlig anders aussehen.

Gerade bei älteren Menschen oder kleinen lokalen Betrieben sollte man keinesfalls voraussetzen, dass Englisch gesprochen wird.

Für einen Auswanderer bedeutet das: Deutsch und Englisch können den Einstieg erheblich erleichtern. Sie ersetzen Ungarisch aber nicht in jeder Lebenssituation.


In welchen Situationen Ungarisch besonders hilfreich ist

Wie wichtig Ungarisch tatsächlich wird, merkt man weniger bei großen Entscheidungen als bei den vielen kleinen Situationen des Alltags.

Wo brauche ich Ungarisch im Alltag?

Einkaufen und lokale Händler

Im Supermarkt braucht man kaum Ungarischkenntnisse. Preise stehen angeschrieben, viele Abläufe erklären sich von selbst und notfalls hilft das Smartphone.

Anders kann es auf einem Markt, in einem kleinen Geschäft oder bei einem lokalen Händler aussehen.

Schon Zahlen, Mengenangaben sowie einfache Fragen und Antworten machen solche Situationen wesentlich unkomplizierter.

Und genau hier zeigt sich etwas Wichtiges: Man muss dafür keine komplizierten Gespräche auf Ungarisch führen können.

Ein kleiner Wortschatz kann bereits einen großen Unterschied machen.

Nachbarn und Dorfleben

Wer in einem ungarischen Dorf lebt, sollte diesen Punkt nicht unterschätzen.

Nachbarn können gerade auf dem Land ausgesprochen wichtig sein. Sie wissen häufig, welcher Handwerker zuverlässig ist, was gerade im Dorf passiert oder an wen man sich mit einem Problem wenden kann.

Dazu kommt der soziale Aspekt.

Ein einfaches „Guten Morgen“, ein paar freundliche Sätze oder die Möglichkeit, zumindest ein kleines Gespräch zu führen, schaffen einen ganz anderen Kontakt, als wenn Kommunikation grundsätzlich nicht möglich ist.

Wer dauerhaft in Ungarn leben möchte, profitiert deshalb auch gesellschaftlich davon, zumindest etwas Ungarisch für den Alltag zu lernen.

Gerade wer außerhalb der größeren Städte wohnen möchte, sollte diesen Aspekt nicht unterschätzen. Mehr über meine Erfahrungen mit Nachbarn, Versorgung und dem täglichen Miteinander findest du in Leben im ungarischen Dorf.

Handwerker

Das ist aus meiner Sicht einer der praktischsten Gründe, Ungarisch zu lernen.

Natürlich findet man auch deutsch- oder englischsprachige Handwerker. Wer ausschließlich danach sucht, schränkt seine Auswahl jedoch erheblich ein.

Bei einem Handwerker muss man zudem mehr kommunizieren als nur „Ja“ oder „Nein“.

Wann kommt er?

Was soll gemacht werden?

Was kostet es?

Welches Material wird benötigt?

Was funktioniert nicht?

Wann ist die Arbeit fertig?

Gerade bei technischen Details können Übersetzungsprogramme sehr hilfreich sein. Einige grundlegende Wörter und Sätze machen die Kommunikation trotzdem deutlich einfacher.

Behörden

Bei Behörden sollte man nicht davon ausgehen, dass eine Kommunikation auf Deutsch oder Englisch immer möglich ist.

Formulare, Schreiben, Terminvereinbarungen und Auskünfte können sprachlich schnell anspruchsvoll werden.

Hier reichen einfache Ungarischkenntnisse häufig ebenfalls nicht aus. In komplizierteren Angelegenheiten kann professionelle Unterstützung sinnvoller sein, als zu versuchen, alles selbst zu übersetzen.

Grundkenntnisse helfen aber zumindest dabei, Situationen besser einzuschätzen und einfache Informationen zu verstehen.

Arzt und Apotheke

Besonders wichtig wird eine zuverlässige Verständigung, wenn es um gesundheitliche Fragen geht.

Hier würde ich mich bei wichtigen Informationen nicht darauf verlassen, mit wenigen gelernten Wörtern irgendwie durchzukommen.

Wenn eine genaue Verständigung notwendig ist, sollte man gegebenenfalls einen deutsch- oder englischsprachigen Arzt suchen oder Unterstützung bei der Übersetzung nutzen.

Im normalen Alltag – beispielsweise in einer Apotheke oder bei einfachen organisatorischen Fragen – können Ungarischkenntnisse trotzdem sehr hilfreich sein.

Immobilien und Hauskauf

Auch beim Immobilienkauf kann die Sprache eine größere Rolle spielen, als man zunächst vermutet.

Die eigentliche Kaufabwicklung kann man mit entsprechender deutschsprachiger Unterstützung erledigen. Rund um eine Immobilie gibt es aber viele weitere Kontakte.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Verkäufer
  • Nachbarn
  • Handwerker
  • Gemeinde
  • Versorgungsunternehmen
  • lokale Dienstleister

Gerade nach dem Kauf beginnen häufig erst die vielen kleinen organisatorischen Aufgaben.

Wer sich grundsätzlich mit dem Kauf eines Hauses beschäftigt, findet auf dem Ungarn-Portal weitere Informationen im Bereich Immobilienkauf in Ungarn.


Ungarisch lernen für Auswanderer: Wie viel sollte man können?

Weiviel Ungarisch brauche ich als Auswanderer

Das Ziel muss nicht sein, möglichst schnell perfekt Ungarisch zu sprechen.

Für die meisten Auswanderer ist es wesentlich sinnvoller, sich zunächst zu überlegen:

Welche sprachlichen Situationen kommen in meinem eigenen Alltag tatsächlich vor?

Daraus ergeben sich unterschiedliche Stufen.

Stufe 1 – Im Alltag zurechtkommen

Am Anfang reichen wenige Grundlagen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Begrüßungen
  • Danke und Bitte
  • Ja und Nein
  • Zahlen
  • Uhrzeiten
  • einfache Fragen
  • Lebensmittel
  • grundlegende Richtungsangaben

Das klingt nach wenig. Trotzdem verändert bereits dieser Wortschatz viele alltägliche Situationen.

Stufe 2 – Den normalen Alltag bewältigen

Der nächste Schritt ist für viele Auswanderer wahrscheinlich der wichtigste.

Man kann beispielsweise etwas bestellen, beim Einkaufen nachfragen, einfache Termine vereinbaren und kurze Gespräche führen.

Das muss sprachlich noch lange nicht perfekt sein.

Entscheidend ist, dass Kommunikation überhaupt möglich wird.

Für viele Auswanderer halte ich diese Stufe zunächst für ein realistisches und vollkommen ausreichendes Ziel.

Stufe 3 – Selbstständiger in Ungarn leben

Wer weniger auf deutschsprachige Unterstützung angewiesen sein möchte, benötigt mehr.

Jetzt kommen beispielsweise Telefonate, Gespräche mit Handwerkern, Behördenkontakte oder ausführlichere Unterhaltungen mit Nachbarn hinzu.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Je mehr man selbst erledigen kann, desto größer wird auch die Auswahl an Dienstleistern und Ansprechpartnern.

Stufe 4 – Wirklich am ungarischen Leben teilnehmen

Wer Ungarisch nicht nur als Hilfsmittel betrachtet, sondern sich stärker integrieren möchte, wird irgendwann über den reinen Alltagswortschatz hinausgehen.

Dann geht es darum, längeren Gesprächen folgen zu können, Freundschaften aufzubauen, regionale Veranstaltungen besser zu verstehen und stärker am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Das ist ein langfristiges Ziel.

Und niemand muss dieses Niveau erreicht haben, bevor er nach Ungarn zieht.


Ungarisch lernen für Auswanderer – am besten schon vor dem Umzug?

Wer seine Auswanderung erst plant, hat einen großen Vorteil: Man kann bereits vor dem Umzug mit dem Lernen beginnen.

Dabei würde ich mich zunächst nicht mit möglichst komplizierter Grammatik beschäftigen.

Viel wichtiger sind Wörter und Sätze, die man tatsächlich brauchen wird.

Begrüßungen, Zahlen, Einkaufen, Restaurant, Wegbeschreibungen, Termine und einfache Fragen sind ein sinnvoller Anfang.

Wer dabei lieber mit einem strukturierten Kurs arbeitet, kann sich beispielsweise den Ungarischkurs von Sprachenlernen24 ansehen.

→ Ungarisch-Sprachkurs ansehen

Hinweis: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Ein Sprachkurs allein wird allerdings nicht dazu führen, dass man plötzlich problemlos jedes Gespräch versteht.

Er kann eine Grundlage schaffen. Wirklich interessant wird es anschließend, wenn das Gelernte im Alltag eingesetzt wird.


Warum Ungarisch für Anfänger zunächst schwierig wirken kann

Ungarisch unterscheidet sich deutlich vom Deutschen.

Viele Wörter lassen sich nicht einfach aus dem Deutschen oder Englischen ableiten. Auch der Aufbau der Sprache ist ungewohnt.

Das führt gerade am Anfang schnell zu dem Eindruck, man könne sich überhaupt nichts merken.

Davon würde ich mich nicht abschrecken lassen.

Als Auswanderer muss man die Sprache nicht wie in der Schule lernen. Man kann mit genau den Situationen anfangen, die für das eigene Leben wichtig sind.

Wer beispielsweise ein Haus besitzt, wird andere Wörter häufiger brauchen als ein Tourist.

Wer regelmäßig auf Märkten einkauft, entwickelt dort automatisch einen bestimmten Wortschatz.

Und wer mit ungarischen Nachbarn Kontakt hat, hört bestimmte Formulierungen immer wieder.

Genau deshalb halte ich die Verbindung aus strukturiertem Lernen und tatsächlicher Alltagspraxis für sinnvoll.


Übersetzungs-Apps helfen – ersetzen die Sprache aber nicht vollständig

Heute ist es wesentlich einfacher, ohne perfekte Sprachkenntnisse in einem anderen Land zu leben als noch vor einigen Jahren.

Übersetzungsprogramme auf dem Smartphone können Texte, Nachrichten und teilweise ganze Gespräche übersetzen.

Das ist im Alltag eine enorme Hilfe.

Trotzdem gibt es Grenzen.

Ein spontanes Gespräch über den Gartenzaun funktioniert anders als eine übersetzte Nachricht. Beim Telefonieren wird es schwieriger. Dialekte, undeutliche Aussprache oder Fachbegriffe können ebenfalls Probleme verursachen.

Ich würde Übersetzungstechnik deshalb als Werkzeug betrachten – nicht unbedingt als dauerhaften Ersatz für jede Form von Sprachkenntnissen.


Mein Tipp für den Einstieg

Wer Ungarisch lernen für den Alltag möchte, sollte sich meiner Meinung nach nicht zu viel auf einmal vornehmen.

Ich würde so beginnen:

  1. Wörter und Sätze lernen, die im eigenen Alltag tatsächlich vorkommen.
  2. Lieber täglich einige Minuten lernen als einmal pro Woche mehrere Stunden.
  3. Ungarisch regelmäßig hören.
  4. Wörter und kurze Sätze laut nachsprechen.
  5. Das Gelernte möglichst schnell im Alltag ausprobieren.
  6. Fehler akzeptieren und trotzdem sprechen.
Ungarisch lernen - so würde ich anfangen

Wer dafür eine feste Struktur bevorzugt, kann einen Onlinekurs nutzen und das Gelernte anschließend im Alltag anwenden.

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Fazit: Muss man als Auswanderer Ungarisch lernen?

Man muss nicht fließend Ungarisch sprechen, bevor man nach Ungarn auswandert.

Ich selbst bin ohne Ungarischkenntnisse nach Ungarn gekommen und habe erlebt, dass erstaunlich vieles trotzdem funktioniert.

Das sollte aber nicht zu dem Schluss führen, dass die Sprache unwichtig wäre.

Je länger man hier lebt, desto häufiger entstehen Situationen, in denen Ungarisch den Alltag einfacher macht. Das betrifft Nachbarn und Handwerker ebenso wie kleine Geschäfte, Dienstleistungen oder organisatorische Angelegenheiten.

Mein Ziel wäre deshalb nicht: Ich muss perfekt Ungarisch sprechen.

Sondern zunächst:

Ich möchte genug verstehen und sagen können, um meinen normalen Alltag besser selbst zu bewältigen.

Wer bereits vor dem Umzug einige Grundlagen lernt, startet mit einem deutlichen Vorteil. Und wer schon in Ungarn lebt, kann genau mit den Wörtern und Situationen anfangen, die ihm täglich begegnen.

Ungarisch lernen für Auswanderer bedeutet deshalb nicht, möglichst schnell die gesamte Sprache zu beherrschen. Es bedeutet vor allem, Schritt für Schritt unabhängiger im eigenen Alltag zu werden.


Häufige Fragen zu Ungarisch lernen für Auswanderer

Muss man Ungarisch sprechen, wenn man nach Ungarn auswandert?

Nein. Eine Auswanderung nach Ungarn ist grundsätzlich auch ohne vorhandene Ungarischkenntnisse möglich. Wie gut man anschließend zurechtkommt, hängt allerdings stark vom Wohnort, den eigenen Kontakten und dem persönlichen Alltag ab. Grundkenntnisse machen vieles einfacher.

Kommt man in Ungarn mit Deutsch zurecht?

Teilweise. In touristischen Regionen, bestimmten Teilen West- und Südungarns sowie bei Dienstleistern mit deutschsprachigen Kunden trifft man immer wieder auf Menschen, die Deutsch sprechen. Man sollte jedoch niemals voraussetzen, dass Deutsch überall verstanden wird.

Wird in Ungarn Englisch gesprochen?

Vor allem in Budapest, größeren Städten, Universitätsstädten, im Tourismus und bei jüngeren Menschen kann Englisch gut funktionieren. In kleineren Orten und insbesondere bei älteren Menschen ist das keineswegs selbstverständlich.

Wie schwer ist Ungarisch für Deutsche?

Ungarisch unterscheidet sich deutlich vom Deutschen und gehört nicht zur germanischen Sprachfamilie. Wortschatz und Sprachstruktur wirken deshalb zunächst ungewohnt. Für den Alltag muss man jedoch nicht sofort die gesamte Sprache beherrschen. Ein begrenzter, praktisch ausgerichteter Wortschatz ist ein wesentlich realistischeres erstes Ziel.

Wie lange dauert es, Ungarisch zu lernen?

Darauf gibt es keine seriöse allgemeingültige Antwort. Der Lernfortschritt hängt unter anderem davon ab, wie häufig man lernt, wie intensiv man übt, welche Vorkenntnisse vorhanden sind und wie oft man Ungarisch tatsächlich im Alltag verwendet.

Sollte man bereits vor der Auswanderung Ungarisch lernen?

Wenn die Möglichkeit besteht: ja. Schon einfache Grundlagen wie Begrüßungen, Zahlen, Einkaufen und häufige Fragen erleichtern den Start. Es ist jedoch nicht notwendig, vor dem Umzug bereits fließend Ungarisch zu sprechen.

Kann man Ungarisch online lernen?

Ja. Onlinekurse können besonders für die ersten Grundlagen praktisch sein, weil man bereits vor dem Umzug beginnen und das Lerntempo selbst bestimmen kann. Wer einen strukturierten Einstieg sucht, kann sich beispielsweise den Ungarischkurs von Sprachenlernen24 ansehen.

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